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And we all know that, where there's no name for a problem, you can't see a problem, and when you can't see a problem, you pretty much can't solve it.

Kimberlé Crenshaw - 2016

Das autonome BIPoC Referat will ein Zeichen setzen, dass die Universität eine Institution sein kann, die ihre Kolonialgeschichte bewusst dekonstruiert und Verantwortung übernimmt. Ziel des Referates ist es, sich für marginalisierte und rassifizierte Gruppen an der Universität einzusetzen.

Die Aufgabe des Referates ist es, Menschen zu mobilisieren, die sich für die Schaffung einer rassismuskritischen Universität einsetzen möchten. Das Referat strebt es an, einen Raum für einen respektvollen Dialog und Ort der Begegnung zu schaffen, unabhängig von race, class und gender. Es besteht das Anliegen, rassistische Sachverhalte aufzugreifen und nachhaltig zu reflektieren. Die Arbeit des BIPoC Referats findet in dem Bewusstsein statt, dass aufgrund der kolonialen Vergangenheit auch die Räume des BIPoC Referats nicht den Anspruch haben können, frei von Rassismus zu sein. Das Referat vertritt das Ziel, rassismuskritisches Denken und Handeln zu erkennen und zu fördern.


Das Referat soll einen sichereren Raum für Studierende schaffen, die Rassismus ausgesetzt sind, in dem sie über die Konflikte sprechen können, denen sie begegnen. Sie wird die Universität als Ort der gegenseitigen Ermächtigung nutzen und ermöglichen. Sie wird ihnen die Möglichkeit geben, über die täglichen Erfahrungen von Rassismus in und außerhalb des universitären Kontextes zu reflektieren, sich gegenseitig zu stärken und zu vernetzen. Die Zielgruppe des Referates sind an der Universität zu Köln ordentlich eingeschriebene BIPoC Studierende und alle Menschen, die von Rassismus betroffen sind. Das Referat begrüßt weiße Verbündete, die das Vorhaben einer rassismuskritischen Universität, kritisches Weißsein und gegenseitiges Netzwerken für einen erfolgreichen Bildungsaustausch verfolgen. Das BIPoC Referat bestrebt die Vernetzung zu anderen Referaten der Universität zu Köln, um Themen wie Rassismus, Intersektionalität, Postkolonialer Kritik und Empowerment anzusprechen. Dies kann aber auch auf externer und hochschulübergreifender Ebene geschehen. Folgende Zielpunkte werden wir verfolgen:

  • Dekolonisieren von Wissen und Wissenschaft
  • Ansprechen von Rassismus an der Universität zu Köln
  • Bildung einer Plattform zur Vernetzung, Kommunikation und zum Informationsaustausch
  • Schaffung eines Raumes für BIPoC Studierende, um Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung zu teilen
  • Stärkung der Menschen, um mit Rassismus umzugehen und auf Diskriminierung zu reagieren
  • (Selbst-)Bildung und (Selbst-)Reflexion, um die Strukturen des Rassismus zu verstehen
  • Abbau von Barrieren der rassistischen Diskriminierung
  • Zusammenarbeit mit anderen (autonomen) Referaten und studentischen Initiativen an der Universität zu Köln sowie andere Universitäten/Initiativen
  • Organisation von Veranstaltungen, die kritisches Denken und Handeln in Bezug auf Rassismus fördern